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Für Peter
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Trost und Hoffnung
Ich ging an jenem Abend vor dem wichtigsten Tag meines Lebens in Würzburg
spazieren. Als die Sonne herabsank, war es mir, als ob mein Glück
unterginge. Mir schauerte, wenn ich dachte, daß vielleicht vor allem
scheiden müßte, von allem, was mir teuer ist.
Da ging ich, in mich gekehrt, durch das gewölbte Tor sinnend zurück
in die Stadt. Warum, dachte ich, sinkt wohl das Gewölbe nicht ein,
da es doch keine Stütze hat?
Es steht, antwortete ich, weil alle Steine auf einmal einstürzen
wollen - und ich zog aus diesem Gedanken einen unbeschreiblich erquickenden
Trost, der mir bis zu dem entscheidenden Augenblicke immer mit der Hoffnung
zur Seite stand, daß auch ich mich halten würde, wenn alles
mich sinken läßt.
Heinrich von Kleist
Brief an Wilhelmine von Zeuge
vom 16.November 1800
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